USB-Dockingstation

Heute mal was ganz einfaches ;-) 

Ich habe mich schon längere Zeit geärgert, dass ich mich jedes Mal, wenn ich meinen USB-Stick am Rechner anschließen wollte, zu meinem am Boden stehenden Midi-Tower bücken muss, weil der Front-Port (den hat er immerhin) auf halber Gehäusehöhe angebracht ist.

Das ist genau so tief unten, dass man nicht bequem vom Sitz aus dran kommt. 

Deshalb hat es mich schon mehrmals in den Fingern gejuckt, so eine USB-Dockingstation zu kaufen, die einfach eine USB-Buchse per Kabel auf den Schreibtisch verlängert. Aber wirklich gut aussehen taten die Dinger nicht. Und jedes Mal hat mich der Preis für so ein Primitivteil geärgert und ich habe mir den Kauf verkniffen. 

Irgendwann habe ich dann bei Reichelt im Programm sogar eine Designerversion einer USB-Dockingstation für schlappe 27 Euronen gesehen und spontan gedacht „das kann ich auch“ ;-)

Flugs ging es in den Keller. In der Kiste mit Ausschlachtteilen alter 13,335 cm (früher auch unter 5 ¼ Zoll bekannt) Festplatten fand sich das Lagergehäuse eines Plattenstapels, das das Gefühl bei mir hinterließ, auf meinem Schreibtisch könnte es ganz gut aussehen.

Eine 5m lange USB-Verlängerung Stecker A - Buchse A hatte ich noch rumliegen (Fehllieferung, ich konnte mich nicht erinnern, das mal bestellt zu haben ;-)

Die am Kabel angegossene Buchse war natürlich zu lang und das Metallteil hätte viel zu weit aus dem Unterteil herausgeschaut. Also musste ich mit dem Teppichmesser erst mal die Zugentlastung bis zum eigentlichen Buchseninnenteil wegschneiden. Das reichte immer noch nicht ganz, denn das Kabel sollte nicht unten aus dem Unterteil heraus geführt werden, sondern nach hinten. Folglich habe ich den Stecker noch weiter aufgeschnitten, so dass das Kabel jetzt ziemlich dicht hinter dem breiten Metallkragen der Buchse im 90°-Winkel abgeknickt werden konnte.

Nach diesen eher einfachen Vorbereitungen am Kabel ging es mit Säge, Feile und Ständerbohrmaschine auf das Alugussteil los. Zwei Sägeschnitte auf der Rückseite, gerade so tief, dass nach Wegbohren der Verbindungen  zum Restgehäuse ein rund-rechteckiges Loch in USB-Buchsendicke übrig bleibt, von oben ebenfalls zwei 6er Löcher so nebeneinander, dass der Metallkragen der USB-Buchse durchpasst, und schon ließ sich die wie oben beschrieben vorbereitete Buchse einsetzen. Vorher habe ich natürlich noch die Kanten mit der Feile entgratet, damit im rauen Einsatz weder Kabel noch Haut noch Schreibtisch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Jetzt noch schnell das Innenteil des Plattenstapellagers mit Heißkleber ausgegossen und fertig ist die Laube :-)

Klar, dass ich beim Einbau nicht auf die Orientierung der USB-Buchse geachtet habe. Genauso klar also, dass die Activity-LED des USB-Sticks nach hinten zeigt, wenn der Stick in seinem neuen Parkplatz steckt, aber immerhin ist der Hauptzweck der Erfindung erreicht: Nicht mehr zum Rechner bücken müssen, um den Stick zu implantieren :-)

Dass das 5m lange Kabel keine Probleme mit USB 2.0 macht, habe ich natürlich schon vorher ausprobiert.

Was das Design angeht: Das Teil ist mit ziemlicher Sicherheit ein Unikat und sieht soo schlecht nicht mal aus. Und gekostet hat es mich ein paar Cent für das Kabel und eine halbe Stunde Sägen, Feilen und Bohren.
Damit kann ich prima leben :-)

Hier ein paar Bilder des Prachtstücks:

USB-Dockingstation (von vorne)Von vorn...

(das rechte Teil)

 

 

 

 

 

 

 

USB-Dockingstation (von oben)...von oben...

(auch hier wieder rechts ;-)

 

 

 

 

 

 

 

USB-Dockingstation (von hinten)...von hinten...

 

 

 

 

 

 

 

 

USB-Dockingstation (von unten)...von unten...

(am Rand sieht man zwei Bohrungen, mit denen der Plattenstapelhalter in seinem früheren Leben als Rotor in der Festplatte ausgewuchtet wurde)

 

 

 

 

 

 

USB-Dockingstation im Einsatz...und im Einsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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