Elektronik_Header_3LŁftersteuerung mit ESP-01

 

FS20 S3 Sender

Unser elektrisch betriebenes Garagentor hat im Urzustand einen 40 MHz Handsender, der nach einigen Jahren nicht mehr so recht wollte. Die Taste, ein Kunststoff-Knackfrosch, ist eingerissen und hat nicht mehr funktioniert. Auch die einzeln nachgekauften Handsender stellten nicht hundertprozentig zufrieden, denn die waren bereits kleiner, die Reichweite war geringer und die benötigten 12 V Rundzellen waren bereits nach wenigen Monaten leer.

Da der Tormotor einen Anschluss f√ľr einen externen Taster hat, habe ich mir √ľberlegt, diesen Kontakt mit einem Relais zu bet√§tigen, das √ľber einen Trafo mit Spannung versorgt wird, der wiederum √ľber eine Funksteckdose des ELV Funksteuersystems FS20 eingeschaltet wird.

Dieses Funksystem ist f√ľr diesen Einsatzzweck geeignet, da sich die Steckdose in den sogenannten Timermode schalten l√§sst, in dem die Steckdose nach Bet√§tigen des Senders eine definierbare (einlernbare) Zeit eingeschaltet ist und sich dann selbstst√§ndig wieder ausschaltet. Diese Zeit l√§sst sich auf z.B. eine Sekunde einstellen, so dass sich f√ľr die Garagentorsteuerung kein Unterschied zu einem Taster ergibt.

ELV FS20 S3

Diese Erweiterung hat mehrere Jahre sehr gut und problemlos funktioniert. Dass die Handsender bei einem Batteriewechsel das Ged√§chtnis verlieren und neu eingelernt werden m√ľssen, war √§rgerlich aber verschmerzbar, denn die beiden LR44 Knopfzellen in den Handsendern halten auf Grund des sehr kleinen Ruhestroms von weniger als 10 ¬ĶA viele Monate.

Im Laufe der Zeit stellte sich aber auch bei diesen Sendern Probleme ein. Die Kontakte der Knopfzellen haben immer h√§ufiger Wackelkontakte bekommen und in der Folge die Programmierung vergessen und mussten neu eingelernt werden. Die Kontaktgabe lie√ü sich immer nur f√ľr kurze Zeit verbessern, bevor das Problem wieder auftrat. Ein, zwei Ersatzsender sp√§ter wurden die Sender von ELV aus dem Programm genommen und durch andere Typen ersetzt, die die Programmierung auch beim Batteriewechsel behalten. Den preiswerten Abverkauf der Restbest√§nde habe ich ausgenutzt und nochmal drei der alten Typen erworben. Auf diese Weise konnten noch ein paar Jahre √ľberbr√ľckt werden.

Nachdem auch der letzte Sender nicht mehr richtig wollte, habe ich den Versuch unternommen, einen 100 ¬ĶF Kondensator parallel zu den Batterien zu schalten. Da der damals erh√§ltliche kleinste SMD-Kondensator aber immer noch ziemlich gro√ü war, musste er seinen Platz auf der R√ľckseite der Platine finden und der Pluspol musste √ľber einen Draht angeschlossen werden. Die Ursache f√ľr das Versagen dieser L√∂sung habe ich nicht untersucht, sondern diesen Sender abgeschrieben.

Hier der Blick auf die Steuerplatine im geöffneten Gehäuse:

Oberseite der Steuerplatine

Die Platine aus dem Gehäuse ausgebaut:

Innereien des FS20 S3

Inzwischen gibt es SMD Keramik-Vielschicht-Kondensatoren der Gr√∂√üe 1206 mit ebenfalls 100 ¬ĶF/6 V, die auf Grund ihrer geringen Gr√∂√üe auf der Unterseite, direkt neben den Batteriekontakten in doppelter Ausf√ľhrung ihren Platz finden.

Am rechten, oberen Rand der Platine sieht man im Bild unten die zwei mit einem Skalpell freigekratzten Kontaktfl√§chen f√ľr die zus√§tzlichen Kondensatoren:

zus√§tzliche Kondensatoren als St√ľtze

Die beiden Keramik-Vielschichtkondensatoren sitzen an ihrem Platz:

zus√§tzliche Kondensatoren als St√ľtze

Der im oberen Bild obere Kondensator (der rechts neben dem Aufdruck “JP1”) muss so weit wie m√∂glich nach links platziert werden, da direkt neben dem Batteriekontakt eine Plastiknase als Abstandshalter im Geh√§usedeckel sitzt, die sonst mit dem Kondensator in Konflikt kommen w√ľrde. Die Nase sollte erhalten bleiben, denn sie fixiert die Platine im Geh√§use.

zus√§tzliche Kondensatoren als St√ľtze

Diese 200 ¬ĶF liefern selbst bei abgeklemmten Batterien f√ľr fast 1 Minute die Spannung zum Erhalt der Programmierung, so dass kurze Unterbrechungen des Kontaktes zu den Batterien , wie sie auftreten, wenn der Handsender etwas unsanft aus der Hand gelegt wird, keine Probleme mehr bereiten. Selbst ein Batteriewechsel kann jetzt ohne Ged√§chtnisverlust durchgef√ľhrt werden, wenn man sich etwas beeilt.
Die Kn√∂pfe d√ľrfen dabei nat√ľrlich nicht bet√§tigt werden, den Sender k√∂nnen die Kondensatoren nicht speisen.


Ein Nachbauer hat mir mitgeteilt, dass die von mir eingesetzten Kondensatoren schlecht zu bekommen sind.

Alternativ k√∂nnen durchaus kleinere Werte (68 ¬ĶF, 47 ¬ĶF) verwendet werden. Die √ľberbr√ľckbare Zeitdauer ohne Batterien ist damit nat√ľrlich kleiner, kurze Spannungsausf√§lle, z.B. wenn der Sender mal hinf√§llt oder unsanft abgelegt wird, d√ľrften trotzdem aufgefangen werden. Das habe ich aber nicht verifiziert.


Bei einigen meiner FS20 S3 Sendern sind einzelne - die häufig verwendeten - Tasten ausgefallen, andere haben einfach den Betrieb eingestellt. Da die Sender von ELV nicht mehr hergestellt/vertrieben werden, muss eine Alternative gefunden werden.

 


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