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Visor CF-Adapter

Vor nicht allzulanger Zeit, so ca. November/Dezember 2001, habe ich in der Palm-Newsgroup immer h├Ąufiger ├╝ber Speichererweiterungen f├╝r die neue Generation von Palm Organizern gelesen, ich fing an neugierig zu werden und eines Tages las ich, dass auch f├╝r den Handspring Visor eine Speichererweiterung m├Âglich sei.

Eine schnelle Internetrecherche warf Kopsis Engineering aus. Auf deren Homepage ist eine sehr ausf├╝hrliche Schritt-f├╝r-Schritt Bauanleitung zu finden, nach der man aus einem Standard PCMCIA-CompactFlash-Adapter f├╝r Notebooks durch Auftrennen von 4 Leitungen und Einziehen von 2 Dr├Ąhten einen SpringBoard-CompactFlash-Adapter erzeugen kann. Die passende Software, um diesen zus├Ątzlichen Speicher ansprechen zu k├Ânnen, gibt es dort ebenfalls zum Download (nicht kostenlos).

Die schlechte Nachricht zuerst: Kopsis hat den Vertrieb und den Support der FlashAdapter Software eingestellt.
Und die gute Nachricht: Die FlashAdapter Software kann jetzt unter folgendem Link kostenfrei herunter geladen werden: FlashAdapter Software Download (Stand: M├Ąrz 2007). (Nachtrag 06/2011: Der Link ist leider offline).

 

Adapter und CF-CardDie Anleitung erschien mir einfach genug, der passende PCMCIA-CF-Adapter war f├╝r relativ wenig Geld bei Reichelt zu haben und von meiner Digitalkamera hatte ich die f├╝r Fotos ohnehin zu kleine 8MB-CF-Karte ├╝brig. Der Schritt zum Gedanken, ein Versuch k├Ânne nicht schaden, war nicht allzu gro├č ;-)

(Bestellbezeichnung des Adapters bei Reichelt “CF ADAPTER”, 12,75 ÔéČ im Katalog 04/2002)

 

 

Vorderseite des modifizierten AdaptersR├╝ckseite des modifizierten AdaptersDie Modifikationen an dem PCMCIA-Adapter waren einfach durchzuf├╝hren. Entgegen der Anleitung von Kopsis habe ich die Metalldeckel des Adapters zerst├Ârungsfrei entfernt, den umgebauten Adapter in das Geh├Ąuse eingebaut und anschlie├čend den Adapter wieder mit den Blechen verschlossen.

 

Die Alternative, ein Springboard-Modul-Leergeh├Ąuse f├╝r etliche Dollar zu kaufen erschien mir unangemessen, wies doch Kopsis schon darauf hin, dass der einzige ihnen bekannte Versender von solchen Geh├Ąusen nicht unter 60 Dollar Auftragswert verkauft.

Der so umgebaute Adpater funktionierte auf Anhieb einwandfrei, lediglich die mechanische Befestigung im bzw. am Visor lie├č mehr als nur einiges zu w├╝nschen ├╝brig. Zum Testen der Funktion war der Umbau aber allemal ok.

Visor NEO mit Adapter in Originalgr├Â├čeSchaut unhandlich weit oben raus und ist nicht gef├╝hrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Nat├╝rlich setzte sich in mir recht bald der Gedanke fest, dass eine Speichererweiterung f├╝r einen Handheld in dem Ger├Ąt zu verschwinden hat. Ich recherchierte nach Steckerbelegungen f├╝r CF und PCMCIA, fand einige Unterlagen dazu, leider aber auch die eine oder andere Ungereimtheit zwischen verschiedenen Quellen. Nachdem ich aber eine funktionst├╝chtige Hardware mein eigen nannte, entschloss ich mich, irgendwann mal die Pinbelegung auszumessen und dann selbst einen Adapter zu designen, der die vollst├Ąndige Integration der CF-Karte in das Visorgeh├Ąuse erlaubt.

Rolf K├Âhlers Version des CF-AdaptersDabei blieb es dann einige Zeit, bis mein lieber Kollege Patrick K. aus O. in der Palm-Newsgroup las, dass Rolf K├Âhler eben solch einen Adapter entwickelt hat.

 Der Mailkontalt war schnell gekn├╝pft und einige Stunden sp├Ąter hatte ich Bilder des K├Âhlerschen Designs in H├Ąnden (bzw. auf dem Rechner).

 

Hier zwei Aufnahmen von Rolf K├Âhler mit dessen freundlicher Genehmigung. Die erste zeigt den fertigen Adapter, eingebaut in die Original-Abdeckung des Visor, auf der zweiten ist dargestellt, wie der Visor mit eingeschobener CF-Card aussieht.

 

Rolf K├Âhlers Visor mit CF-CardLeider zeigt sich, dass die CF -Karte bei diesem Design immer noch ca. 5 mm oben aus dem Visor herausschaut.

Das hat dann Vorteile, wenn der Anwender mehrere CF-Cards besitzt und sie ├Âfters wechseln will oder muss, um z.B. seine Daten thematisch geordnet auf unterschiedlichen Karten abzulegen.

Rolf hat noch solche Platinen ├╝brig (Stand Anfang M├Ąrz 2002) und verkauft sie. Einfach per Mail Kontakt mit ihm aufnehmen und Einzelheiten kl├Ąren.


Mein erkl├Ąrtes Ziel war allerdings, dass die CF-Card vollkommen im Visor verschwindet, folglich hie├č es doch wieder selbst aktiv zu werden.

Ich setzte mich also hin und begann die n├Âtigen Dimensionen f├╝r die Platine auszumessen und zu berechnen.

Das Ergebnis war erschreckend... 8,4 mm darf die Platine breit sein, damit die CF-Karte im Visor verschwindet. Eine schnelle Kontrolle am bereits umgebauten CF-Adapter ergab, dass schon die L├Âtpins der beiden Stecker zusammen diese 8 mm fast vollst├Ąndig ben├Âtigen. Wenigstens einer der Stecker muss also die L├Âtpins gek├╝rzt bekommen, soviel stand fest.

Die Layouterstellung an sich erwies sich als erstaunlich einfach. Meine Bef├╝rchtung, nicht gen├╝gend Platz zwischen den gegen├╝berliegenden L├Âtpads der Stecker zu haben um die Leiterbahnen schr├Ąg zu verlegen, erwies sich als unbegr├╝ndet. Allerdings musste ich auf 0,2 mm breite Leiter und 0,3 mm Abstand herunter gehen, damit sich das erreichen lie├č. Visor-CF-Adapter Layout V3.0Einen Sch├Ânheitpreis kann man mit diesem Design zwar nicht gewinnen, aber bei solch kleinen Dimensionen geht ausnahmsweise Funktion vor ├ästhetik ;-))

Ich werde die Unterlagen im EAGLE-Format hier zum Download bereit stellen, wenn ich sicher bin, dass keine ├änderungen von N├Âten sind.


Die n├Ąchste H├╝rde war, einen Leiterplattenhersteller zu finden, der 0,5 mm dicke, zweiseitige Platinen f├╝r SMD-Best├╝ckung fertigt. PCB-Pool bietet das nur als Sonderfertigung an, was beinhaltet, dass Einrichtungskosten f├╝r die Platine in H├Âhe von 174 Euro zu zahlen w├Ąren (Stand Februar 2002). Daf├╝r k├Ânnte ich wahrscheinlich einige fertige Speichererweiterungen vom Hersteller kaufen. Kommt also nicht in Frage.

Ich fragte bei meinem Haus- und Hof-Leiterplattenlieferanten Adrian Furrer an, ob er willens und in der Lage sei, ausnahmsweise auch doppelseitige Platinen f├╝r mich herzustellen und er willigte ein, einen Versuch zu wagen. Durchkontaktierungen kann er zwar keine herstellen, aber da das Adapterlayout lediglich 9 Vias enth├Ąlt, schien mir das akzeptabel. Das Ergebnis des Versuchs steht noch aus...


Als n├Ąchstes galt es, eine Methode zu finden, die Stecker f├╝r CF-Karte und PCMCIA- bzw. Springboardslot zerst├Ârungsfrei von der Originalplatine zu l├Âsen (hatte ich schon erw├Ąhnt, dass man diese Stecker laut Auskunft von Rolf K├Âhler auch bei Spoerle h├Ątte kaufen k├Ânnen, so man Gewerbetreibender ist ?). Da der komplette Adapter mit den beiden Steckern bei Reichelt nur knappe 13 Euro kostet, die Stecker einzeln bei Spoerle preislich ebenfalls in diese Gr├Â├čenordnung gekommen w├Ąren, blieb ich bei der Ausl├Âtvariante.

    Tipp:
    An dieser Stelle bitte irgendwie die Nummerierung der Stecker auf denselben markieren, damit beim sp├Ąteren Zusammenbau klar ist, wie rum die Stecker an die neue Platine angel├Âtet werden m├╝ssen. Ich verwende dazu eine Graviernadel und ritze die Nummern an allen vier Enden des jeweiligen Steckers ein. Das erspart Gehirnakrobatik, sollte die “1” auf der Platine durch Unter├Ątzung verschwunden sein.

Meinen ersten Versuch wagte ich mit dem Hei├čluftgebl├Ąse. Voller Erfolg :-)

die Klinge trennt Kontakte und PlatineIch habe dazu den PCMCIA -Stecker sanft in den Schraubstock gespannt um erstens Halt f├╝r die Arbeit zu haben und zweitens m├Âglichst das Isoliermaterial des Steckers nicht zum Schmelzen zu bringen (K├╝hlung durch die Backen des Schraubstocks). Anschlie├čend habe ich mit einer Rohrzange die Klinge eines Universal-Abbrechklingenmessers zwischen Platine und Kontakte geschoben, w├Ąhrend ich die Gegend am Stecker hei├č geblasen habe. Das Stahlmesser, zusammen mit dem Fett, das gemeinhin im Neuzustand auf diesen Klingen haftet, verhindert, dass nach Abstellen des Gebl├Ąses die Kontakte gleich wieder festl├Âten.

die Klinge bleibt zwischen Platine und KontaktenNachdem dieses Verfahren auf der ersten Seite geklappt hatte, lie├č ich die Klinge auf dieser Seite zwischen Kontakten und Platine stecken ...

 

 

 

 

 

die zweite Seite des PCMCIA-Steckers wird abgel├Âtet... und vollzog das gleiche Procedere auf der anderen Seite mit einer weiteren Klinge. Der CF-Stecker machte ebenfalls keine Probleme, wenngleich dessen Pins viel dicker, massiv und deshalb nicht so flexibel wie die PCMCIA-Buchsen- kontakte sind.

Reichelt liefert allerdings auch andere CF-Adapter. Ich habe inzwischen auch Adapter in den Fingern gehabt, bei denen der CF -Stecker ebenfalls recht d├╝nne L├Âtpins hat. Bei diesen Pins er├╝brigt sich das anfasen mit der Dreikantfeile.

Diese Sorte PCMCIA-CF-Adapter ist einfach an dem etwas k├╝rzeren mittleren L├Âtpin auf der Seite des CF-Adapters zu erkennen. Diese Verk├╝rzung macht ├╝brigens keine Probleme mit meinen Platinen, denn nach abflexen der Pins und ausrichten mittels Telefonzange ist diesem urspr├╝nglich etwas k├╝rzeren Pin seine Andersartigkeit nicht mehr anzumerken.

Die beiden Stecker sind erfolgreich von der Platine getrenntDas Ergebnis der erfolgreichen Demontage:

 

 

 

 

 

 

 


F├╝r diese Art Arbeit sollte man sich schon vorher in Ruhe mental darauf einstellen, seine Reflexe im Zaum zu halten.

  • Regel 1: Fange nie die runterfallende Abbrechklingenmesserklinge auf, weder mit der Hand, noch durch schnelles Schlie├čen der Beine.
  • Regel 2: Hebe nie die gerade runtergefallene Klinge sofort mit blo├čen Fingern auf, wenn du vorher 1 Minute lang ein Hei├čluftgebl├Ąse darauf gerichtet hattest.

Da die Methode mit der Zange eine rechte Fummelei war (die Zange kann auf der harten, glatten Oberfl├Ąche der Klinge keinen Grip aufbauen und die Klinge dreht sich in Folge immer wieder seitlich weg, sobald Druck aufgebaut werden soll), habe ich f├╝r weitere Versuche einen B├╝gel aus 3 quadratischen Alurohren gebaut, an dem ich die Klinge festschraubte. Damit ist das L├Âsen der Stecker eine Kleinigkeit und sehr viel schonender f├╝r die Stecker und die eigenen Nerven.

Au├čerdem ist die mentale Vorbereitung schneller und unkomplizierter, denn die hei├če Klinge f├Ąllt damit nicht mehr runter ;-))


Das ist der momentane Stand der Arbeiten am eigenen Visor-CF-Adapter. Wenn ich die Platine bekommen habe, werde ich vom Fortgang der Arbeiten hier berichten.


Stand 28.04.2002:
Adrian musste wegen technischer Schwierigkeiten mit seinem Fr├Ąsplotter aufgeben. Die geforderte Genauigkeit l├Ąsst sich mit vern├╝nftigem Aufwand nicht erreichen. Danke f├╝r den Versuch Adrian !

Stand 14.05.2002:
Ich bin mit mehreren Fr├Ąsplotter-Dienstleistern im Gespr├Ąch und hoffe, demn├Ąchst von dem einen oder anderen Anbieter die ersten Prototypen zu bekommen.
Parallel dazu versuche ich (zugegeben bis jetzt noch z├Âgerlich :-), im fotochemischen Verfahren selbst die Platinen herzustellen. Bisher kein Ergebnis...


2 Wochen sp├Ąter...

Prototyp-Platine mit den beiden frisch ausgel├Âteten SteckernInzwischen gibt es den ersten Prototypen der Adapter-Platine aus dem heimischen Keller, hier mit den noch “unbehandelten” Steckern.

Die Au├čenabmessungen der Platine habe ich mit dem Nassschleifstein hergestellt, jede andere Methode ist nat├╝rlich ebenfalls m├Âglich (ja Uwe, ich h├Ątte auch Schleifpapier verwenden k├Ânnen ;-)

Da die Platine nicht breiter als 8,4 mm sein darf, damit der fertige Adapter zusammen mit der CF-Karte im Visor verschwinden kann, m├╝ssen die Anschlussstifte der beiden Stecker gek├╝rzt werden. In der Originall├Ąnge w├╝rden sich die Anschl├╝sse gegenseitig ber├╝hren.

 

Die Pins der Stecker m├╝ssen gek├╝rzt werdenAlso hier und da ein bisschen geflext und schon ist die Kittel geflickt. Der Stecker ist dabei im Schraubstock eingeklemmt, die Augen mit Brille gesch├╝tzt, denn die abgeflexten Enden der Kontakte sausen wie kleine Geschosse durch die Gegend (vorzugsweise in die ungesch├╝tzten Augen, sollten sie die Chance bekommen, also Achtung !)

Um die richtige L├Ąnge anzuzeichnen wird der Stecker neben oder ├╝ber die fertige Platine gehalten. Die Platine muss vorher exakt auf die 8,4 mm Breite gebracht werden, sonst passt die CF-Karte zum Schluss nicht in den Deckel des Springboard-Slotfaches. Lieber etwas kleiner werden, solange die Leiterbahnen an den Au├čenkanten der Platine nicht beeintr├Ąchtigt werden (da ist “reichlich” Luft, so ca. 0,5 mm insgesamt ;-).

Die Kontakte des PCMCIA- bzw. jetzt Springboard-Steckers sind aus Blech, recht flexibel und ziemlich d├╝nn, hier sind eigentlich keine Nacharbeiten erforderlich, sieht man von der notwendigen Ausrichtung der Pins rechtwinklig zum Stecker und parallel zueinander mal ab.

Die Kontakte des CF-Steckers hingegen sind aus Vollmaterial, recht dick und unflexibel (Ausnahmen m├Âglich). Nach der Bearbeitung mit dem Trennschleifer haben diese quadratischen Pins sehr scharfe Kanten und w├╝rden beim Aufschieben auf die Platine sofort die hauchd├╝nnen Leiterbahnen durchtrennen. Durch vorsichtiges Bearbeiten der Innenkanten der Kontakte mit eine Dreikant-Schl├╝sselfeile bekommen sie eine kleine Fase, was das Problem behebt.

Platine und Stecker erstmals vereint :-))  ....Das fast fertige Produkt sieht dann so aus.

Hier sind die Stecker schon auf die passende L├Ąnge gek├╝rzt, die Platine hat aber noch kein L├Âtzinn gesehen.

 

 

 

 

 

Bei “L├Âten” f├Ąllt mir ein:
der zu verwendende L├Âtkolben muss SMD geeignet sein. Ich verwende daf├╝r einen Weller Feinl├Âtkolben mit angeschr├Ągter, runder Spitze, ca. 1 mm Durchmesser. Das geht gerade so ... und den Tatterich sollte man auch nicht gerade haben ;-))

Als N├Ąchstes werden die Durchkontaktierungen hergestellt. Zuerst werden die L├Âcher der Vias (= Durchkontaktierungen, nur k├╝rzer ;-) mit einem 0,6 mm Bohrer gebohrt. Ich wollte daf├╝r die St├Ąnderbohrmaschine verwenden, da damit die Gefahr geringer ist, den Bohrer abzubrechen. Leider stellte sich heraus, dass das Bohrfutter den d├╝nnen Bohrer nicht fassen kann. Also die alte Platinenbohrmaschine hervorgekramt, mit der ich vor Jahrzehnten meine ersten Platinen gelocht habe. Funktioniert immer noch ganz passabel, das gute St├╝ck :-)

Als Verbindung verwende ich 0,6 mm Silberdraht, den ich zuvor mit zwei Flachzangen gestreckt habe (ein St├╝ck Draht abschneiden, links und rechts mit je einer Zange fassen und dann feste ziehen... man merkt, wann man genug gezogen hat). Nach dieser Behandlung ist er erstens sch├Ân gerade, zweitens ist er jetzt etwas d├╝nner und passt so durch die 0,6 mm gebohrten L├Âcher. Die beim Ziehen mit den Zangen platt gedr├╝ckten Enden werden abgeschnitten.

Die Dr├Ąhte d├╝rfen nicht zu weit aus der Platine hervorstehen, damit sie nicht ├╝ber die Steckeroberkanten herausschauen, sollen aber andererseits auch nicht zu knapp ├╝ber der Platine abgeschnitten werden, damit beim Schneiden die Leiterbahnen nicht besch├Ądigt werden. Es ist empfehlenswert, einen schmalen Seitenschneider ohne Facette zu verwenden, dann gibt es keine scharfen Grate an den Drahtenden.

... und fertig verl├ÂtetWenn ich mir das  fertig gel├Âtete Board so anschaue, muss ich sagen, ungel├Âtet gef├Ąllt mir die Platine fast besser ;-))

Wie aber schon weiter oben gesagt, hier muss Funktion ├╝ber Design stehen, schlie├člich wird der Adapter auf nimmer Wiedersehen in den Tiefen des Visor verschwinden.

 

 

 

In diesem Zustand erfolgt der erste Test.

Nein !! Nicht den Adapter in den Visor fummeln und schauen was passiert !!
Die Rauch-/ Kein Rauch-Methode ist hier nicht zu empfehlen, es sei denn, man ist auf der Suche nach einem guten Grund, sich einen moderneren Visor aus der n├Ąchsten Generation zulegen zu m├╝ssen.

Zuerst wird peinlich genau ├╝berpr├╝ft, ob irgendwelche L├Âtzinnspritzer oder Drahtenden Kurzschl├╝sse zwischen den Leiterbahnen hervorrufen. Dabei ist es durchaus kein Zeichen von Schw├Ąche, wenn man eine Lupe zur Hand nimmt (wir erinnern uns, die Abst├Ąnde der Leiterbahnen betragen nur 0,3 mm).
Wenn man schon die Lupe in der Hand hat, dann schaut man sich auch gleich die einzelnen Leiterbahnen an und kontrolliert, ob keine Schwachstellen durch Unter├Ątzung entstanden sind. Entdeckt man so eine Stelle (da ist der Kupferbelag seitlich eingekerbt und sieht fransig aus), kann man mit dem L├Âtkolben eine d├╝nne Schicht L├Âtzinn ├╝ber die Stelle ziehen.

Wenn die optische Kontrolle keine Beanstandung ergab f├Ąngt man sicherheitshalber noch mal von vorne an und kontrolliert alles doppelt.

Als n├Ąchstes wird mit dem Ohmmeter oder Durchgangspr├╝fer gemessen, ob alle nebeneinander liegenden Pins/Pads der Stecker keinen Kurzschluss haben und im gleichen Zug, ob die Verbindung zwischen den jeweiligen Pins der beiden Stecker vorhanden ist. Auch hier empfielt sich doppelte Kontrolle, denn ist der Adapter im Visor eingebaut, bekommen wir nur die Meldung geht / geht nicht, keine Hinweise darauf, welche Verbindung unterbrochen sein k├Ânnte.


Am ersten Prototypen sieht man rechts oben (weiter oben, im Bild mit den Steckern) ein St├╝ck Leiterbahn vom rechten Rand zum achten Kontakt des CF-Steckers laufen. Diese Leiterbahn ist relativ unkritisch was Kurzschl├╝sse angeht, denn die Kontakte des CF-Karten-Steckers stehen mit ca. 0,8 mm Abstand weiter auseinander, als die Platine dick ist. Folglich liegen die Kontakte nicht direkt auf der Platine auf und die Gefahr, unabsichtlich diese Leiterbahn zu ber├╝hren ist recht gering.

Der Prototyp V1.2 in Nahaufnahme

Auf der anderen Seite der Platine sieht die Sache schon anders aus. Die Anschl├╝sse des 68poligen PCMCIA- (bzw. Springboard-) Steckers liegen ziemlich flach auf der Platine auf und ber├╝hren die links von der “34” zum Kontakt fast in der Mitte f├╝hrende Leiterbahn. Ich habe mir beim Prototypen geholfen, indem ich einen 0,8 mm dicken Stahldraht (eine aufgebogene B├╝roklammer) zwischen die Anschlusspins des Steckers geschoben und dann die Pins wieder senkrecht ausgerichtet habe. Auf diese Weise stehen die Pins am unteren Ende (also am Platinenrand) etwas von der Platine ab und ber├╝hren den Leiter nicht. Um hier das Risiko eines Kurzschlusses zu vermindern, werde ich ein Redesign des Layouts durchf├╝hren und diese Leiterbahn anders verlegen bzw. durch einen Draht ersetzen, sollte eine Verlegung nicht m├Âglich sein. Wer es trotzdem mit dieser Version des Layouts versuchen will, bitte sehr. Hilfreich w├Ąre dabei, wenn man die au├čen entlang f├╝hrenden Leiter mit L├Âtstopplack abdeckt. Aber Achtung, bitte nicht auf die Pads kommen lassen und beim Aufschieben des Steckers den Lack nicht besch├Ądigen (diese Variante habe ich nicht ausprobiert !).

Was mir ebenfalls bei diesem Prototypen ├ärger bereitete, war die liebevoll mit Strichst├Ąrke Null eingezeichnete Platinenumrandung. Sie hat zwar geholfen, die Platine mit dem Nassschleifer sauber auf Ma├č zu schleifen, doch anschlie├čend sind die Kontakte des Springboard-Steckers genauso mit diesem Rand in Ber├╝hrung gekommen, wie mit der au├čen an den Kontakten vorbeif├╝hrenden Leiterbahn. Das habe ich nat├╝rlich erst nach dem Festl├Âten der Stecker gemerkt und musste deshalb mit einem Skalpell diesen Rand jeweils zwischen den Pins hindurch auftrennen. Also gegebenenfalls vorher im Layout ├Ąndern ... das spart hinterher fummelige Arbeit.

Wie oben schon angek├╝ndigt, habe ich zwei alternative Layouts entworfen, die beide Nachteile des Prototypen vermeiden.

Hier sieht man die “Unterseite” (der ersten Version) der neuen Platine. Die beiden mit Pfeil gekennzeichneten Durchkontaktierungen m├╝ssen jetzt mit einem Draht verbunden werden, so wird die st├Ârende Verbindung au├čerhalb der Padreihe f├╝r den Springboard-Stecker vermieden. Dieses Layout ist hier zu finden.

Prototyp V1.5 (Draht zwischen den Pfeilen notwendig)

 

Version V1.5 betreibsbereit verl├Âtet. Links horizontal der Kupferdraht.So sieht diese Variante betriebsbereit aus. Abgebildet ist hier die “Unterseite”, damit der Draht sichtbar ist.

Allerdings bin ich mir gerade nicht sicher, welche Seite des Adapters man denn nun zurecht als die Unter- bzw. die Oberseite bezeichnen sollte... :-)

 

 

Die zweite Alternative bestand in dem Versuch, die Verbindung zwischen den Pads des CF-Steckers hindurch zu verlegen, ein ehrgeiziges Unterfangen f├╝r die Hobby -Leiterplattenherstellung, denn zwischen Leiter und Pads verbleiben auf beiden Seiten nicht mehr als 0,1 mm Luftspalt.

Prototyp V1.4 (Leiterbahn zwischen den Pads ersetzt den Draht)

Der Pfeil zeigt hier diese neu verlegte Leiterbahn. Ich war erstaunt, wie gut das trotz InkJet -Drucker f├╝r den Film und “Hand├Ątzung” aufgel├Âst wurde. Ich m├Âchte aber dem geneigten Nachbauer von dieser Version eher abraten, denn das ist wirklich knapp und mit Sicherheit nicht immer reproduzierbar. Ohne Kurzschluss gel├Âtet werden will das ├╝brigens auch noch... man wird sehen. Auch dieses Layout darf gesaugt werden.
(Auf dem Foto ist ├╝brigens eine Version des Layouts zu sehen, bei der sich der Fehlerteufel eingeschlichen hat. Trotz intensivster Weigerung von EAGLE habe ich es geschafft, die neu eingef├╝gte, zwischen den Pads hindurchf├╝hrende Leiterbahn auf der falschen Seite der Platine ans hier ebenfalls freie Pad anzuschlie├čen :-(
In den Unterlagen (Visor_CFadapter4.zip) ist nat├╝rlich die korrigierte Fassung enthalten. Hier sind dann 5 Vias im mittleren Bereich der Platine vorhanden).

Die n├Ąchste ├änderung betraf die erw├Ąhnte Platinenumrandung. In den beiden neuen Layouts habe ich den kompletten Rahmen durch je einen Winkel von 2,5 mm Schenkell├Ąnge an jeder Ecke ersetzt.
Folge:  keine Kurzschlussgefahr und trotzdem die unerl├Ąsslichen Randmarkierungen. Diese ├änderung ist auf den Fotos nicht zu sehen, aber vertraut mir, im Layout ist sie vorhanden ;-)

Hier nochmal alle 3 Layouts im EAGLE-Format als Link zum Download:

Wenn sich mal jemand die M├╝he macht, die Signalnamen im Schaltbild an die Namen der Signale im richtigen Leben anzupassen, w├Ąre ich dankbar f├╝r eine Kopie dieses Schaltplans :-))


Nachdem jetzt alle Vorarbeiten durchgef├╝hrt sind, kann der Einbau des fertigen Adapters in den Slotdeckel des Visor beginnen.

Der Visor-Deckel muss passend ausgeschnitten werdenMit dem Trennschleifer, der schon bei der K├╝rzung der Steckerpins gute Dienste geleistet hat, wird die Seite des Deckels, die im Visor verschwunden ist, mit einem Ausschnitt versehen der die Form der Adapterplatine und einige der mit Draht ausgef├╝hrten Durchkontaktierungen ber├╝cksichtigen muss. Zus├Ątzlich muss der Steg entfernt werden, der in der Mitte dieser Seite offenbar als Verst├Ąrkung angebracht ist.

Alternativ kann man auch den kompletten “Boden” des Deckels wegflexen. Das erspart einem die Fummelei mit den Ausschnitten f├╝r die Vias und erlaubt, den Deckel vom Visor abzunehmen, ohne den CF-Adapter mit zu entfernen. Der Nachteil dieser Variante sei aber ebenfalls nicht verschwiegen: Mit dieser Form des Deckels muss man vor Schlie├čen des Deckels den Adapter im “Freiflug”, also ohne jegliche F├╝hrung, auf die Kontakte des Springboard-Slot auff├Ądeln.

Das Ganze wird wahrscheinlich kein Kunstwerk werden, aber auch hier gilt: Man wird dieses Ende des Deckels erst wieder sehen, wenn die CF-Card ausgetauscht werden muss weil sie voll ist ;-))

Damit der Stecker immer richtig die Kontakte im Visor trifft, muss abschlie├čend noch ein bisschen Feinarbeit in Sachen Anschlag f├╝r Adapter und CF-Card getrieben werden. Da bin ich noch nicht fertig, werde aber hier berichten, wenn┬┤s so weit ist. So stay tuned...

Ergebnis meiner Untersuchungen: Da der Plastikrahmen des Original-PCMCIA-CF-Adapters exakt genau so breit ist, wie der Slotdeckel des Visor, kann man den Rahmen leider nicht als prima F├╝hrung f├╝r den fertig zusammengebauten Adapter verwenden. Jedenfalls nicht ohne gro├čartige Umbauma├čnahmen mit dem Trennschleifer, f├╝r die ich mich momentan nicht begeistern kann.

Bei der oben im Bild dargestellten Version der Deckelausfr├Ąsung wird der eigentliche Adapter in der H├Âhe und seitlich gut gef├╝hrt. W├Ąre gew├Ąhrleistet, dass die Einheit Adapter -CF-Card genau parallel zum Deckel (und somit genau senkrecht zu den Steckkontakten) bleibt, dann w├Ąren wir an dieser Stelle schon fertig. Das ist aber leider nicht der Fall, denn die CF-Card hat im oberen Teil des Deckels ca. 1,5 mm Spiel, was genau dazu ausreicht, den Stecker nicht passend zu treffen, weil die Einheit CF-Card-Adapter zum Visor hin oder vom Visor weg kippt und nur eine Reihe der Adapter-Pins auf den Springboard-Stecker auff├Ądelt. Das ├Ąu├čert sich so, dass der Visor angeht und an bleibt und sich auch nicht ausschalten l├Ąsst (bzw. nach dem Ausschalten immer sofort wieder an geht). Steckt der Adapter hingegen richtig im Slot, dann geht der Visor an, geht ca. 2 Sekunden sp├Ąter wieder kurz aus, dann wieder an und bleibt an, l├Ąsst sich jetzt aber abschalten.

Der Abstandshalter im Springboardslot-Deckel (rot markiert)Wir k├Ânnen aber trotzdem ein Teil des Plastikrahmens des PCMCIA-Adapters f├╝r die F├╝hrung der CF-Card verwenden. Einer der beiden Querstege ist etwas dicker. Dieser Steg hat genau die richtige Dicke, um am oberen Ende des Slotdeckels eingeklebt, die CF-Card parallel zum Deckel auszurichten. So gef├╝hrt treffen die Kontakte immer sauber aufeinander.

Im Bild ist der eingeklebte Plastikstreifen rot markiert (im Original ist er schwarz).

Nachtrag
Die innere Ausf├╝hrung des Plastikrahmens ist unterschiedlich, je nachdem, welcher Hersteller f├╝r den Adapter verantwortlich zeichnet. Hier ist dann die Fantasie des Nachbauers gefragt.

Der Abstand zwischen Oberkante der Ausfr├Ąsung (das ist die Stelle, an der der Adapter schlie├člich am Plastik aufliegen wird) und der R├╝ckseite des Deckels betr├Ągt bei meiner Ausf├╝hrung 4,8 mm. Der Streifen des Plastikrahmens hat eine Dicke von 1,7 mm. Mit diesen beiden Werten sollte die Einpassung der CF-Card in den Deckel so gelingen, dass beim Einstecken des Adapters (mit CF-Card) die Kontakte des Springboardsteckers immer sicher getroffen werden. Seitlich muss der Stecker dabei genau in der Mitte des Deckels fixiert sein.

Das gleiche Verfahren (die CF-Card zusammen mit dem Adapter rundherum durch Abstandshalter f├╝hren) l├Ąsst sich nat├╝rlich auch bei der Variante mit komplett entferntem Boden realisieren. Dazu muss lediglich zus├Ątzlich ein Distanzst├╝ck unterhalb sowie links und rechts des Springboardsteckers in den Deckel geklebt werden. Die CF-Card-Adapter -Einheit l├Ąsst sich dann immer noch aus dem Deckel entfernen (um ggf. mal die CF-Card zu tauschen), aber beim Einf├╝hren in den Visor hat man die F├╝hrung des Deckels und muss die oben beschriebene “Fummelei” nicht vor dem Schlie├čen des Deckels durchf├╝hren. Das ist ja auch immer wieder mit dem Risiko verbunden, den Adapter falsch einzusetzen, was man vermeinden sollte.


Visor Neo mit eingebauter CF-CardDer fertig mit Speicher best├╝ckte Visor Neo sieht jetzt gleich viel potenter aus, stimmts ;-)
Auf jeden Fall ist er merklich schwerer geworden, liegt also “satter” in der Hand. Daran musste ich mich tats├Ąchlich erst gew├Âhnen. Ehrlich !

Springboardslot mit eingebauter CF-Card und geschlossenem Deckel :-)

 

 

 

 

 

 

 

 


Die CF-Card ist ├╝brigens mit einer eindeutigen Kodierung versehen und l├Ąsst sich nur unter Anwendung roher Gewalt (na ja, Arnold S. aus ├ľ. muss man nicht gerade in den Schatten stellen) falsch herum in den Adapter stecken.

Durch Entfernen des Plastikrahmens ist die Kodierung des PCMCIA-Steckers nicht mehr vorhanden, man muss also selbst darauf achten, den Adapter richtig herum in den Visor zu stecken.

Der Pin 1 des Springboard-Steckers (auf der Platine angegeben) ist auf der rechten Seite, wenn der Visor mit dem Gesicht nach unten und der Slot├Âffnung nach oben vor euch liegt (wie im rechten Bild gezeigt). Im linken Bild ist der Pin 1 links oben.

Als Hilfe kann man sich merken: Alle CF-Cards (die ich inzwischen in der Hand hatte) m├╝ssen so in den Visor gesteckt werden, dass die Showseite (in den meisten F├Ąllen der Aufkleber mit der Angabe der Kapazit├Ąt) sichtbar ist (wie auf den Bildern dieser Seite abgebildet).


Als Res├╝mee aus diesem Projekt nehme ich mit, dass ich mir zum n├Ąchsten Geburtstag eine Laborlupe mit Beleuchtung w├╝nsche ;-))


Andere Methoden der Deckelmodifikation sind ebenfalls denkbar.

Die wohl direkteste (und recht freie) Umsetzung meiner Vorschl├Ąge zur Bearbeitung des Springboardslot- Deckels habe ich bei einem Kollegen miterleben d├╝rfen.

Mir hat es fast die Sprache verschlagen, als er sich den Deckel einen Augenblick anschaute, einen Seitenschneider ergriff, einige schnelle Knipser in den Bodenteil des Deckels machte und anschlie├čend mit einer Flachzange die einzelnen Abschnitte "abgew├╝rgt" hat. Der restliche etwas ausgefranste Rand wurde mit einer Cutterklinge glatt geschnitten und schon war dieser schwierigste Teil des ganzen Umbaus erledigt.
Hat nicht mal 3 Minuten gedauert. Wenn ich ├╝berlege, wie vorsichtig ich mit dem Trennschleifer Millimeter f├╝r Millimeter abgenommen habe bis alles passte ... ;-))

Das krasse Gegenteil dieser Rosskur hat Gerhard Schreiber unternommen. Er wollte den Originaldeckel ├╝berhaupt nicht besch├Ądigen, hat also Alternativen gesucht und in Form einer CD-H├╝lle gefunden.

Um eine F├╝hrung f├╝r die CF-Card zu erhalten, hat er die Plastikinnereien des Original-PCMCIA-CF-Adapters soweit umgearbeitet, dass der jetzt verk├╝rzte Adapter (bestehend aus den beiden Steckern und der Platine) Halt in den Rahmenseitenteilen findet. Die beiden Schienen sind mit Klebeband am Adapter fixiert, da der verbindende Steg leider au├čerhalb des verwendeten Bereiches der Schienen lag. Die vorderen Enden sind einfach nur abgeschr├Ągt, weil die Schienen nicht aus Vollmaterial gefertigt sind, sondern L├Âcher und Schlitze enthalten, die es fast unm├Âglich machen, die Codier-Kanten passend zu denen des Springboard-Slots anzubringen.Adapter mit Card, Originaldeckel und durchsichtiger Ersatz
Die Einheit aus Plastikf├╝hrungen, Adapter und CF-Card passt gut in den Springboard-Slot und zentriert den Adapter seitlich. Der vertikale Abstand ist ebenfalls korrekt eingestellt, die Kontakte passen direkt auf den Springboard-Stecker. Es muss darauf geachtet werden, dass der Adapter richtig herum eingesetzt wird.

Mit diesem “Setup” ist zwischen CF-Card-F├╝hrung und innerem Rand des Springboard-Slot noch genau so viel Luft, dass die klarsichtige Scheibe einer CD-H├╝lle dazwischen geschoben werden kann. Das Material der CD-H├╝lle l├Ąsst sich mit einer feinen Trenns├Ąge recht gut bearbeiten, die notwendige Form ist auch leicht zu finden bzw. auszumessen. Anhaltspunkte sieht man im Bild oben.

Von der urspr├╝nglichen Idee, den oberen Teil des neuen Deckels klappbar auszuf├╝hren, hat Gerhard letztendlich aber doch abgesehen.

alles an Ort und StelleIn dieser Variante zeigt der Visor hemmungslos was in ihm steckt ;-))

 

 

 

 

 

 

 


Wichtiger Hinweis

Um die Speichererweiterung mittels CompactFlash-Karte auch bei den “alten” Visors mit OS 3.1 verwenden zu k├Ânnen, muss unbedingt das Handspring Update Modul HsExt_1_0_3.PRC auf dem Visor installiert sein, sonst wird die CF-Card nicht erkannt und kann nicht verwendet werden.

Nachtrag
Handspring ist seit einiger Zeit wieder unter dem Label palmOne mit Palm vereint. Die passenden Downloads findet man jetzt auf deren Seiten.

Ziemlich direkt findet man einen Download-Link (Stand 06/2011: Link leider offline) ├╝ber die Updates&Patches-Sektion. Hier muss man allerdings wissen (oder in der Info (oder auch hier ;-) nachlesen), dass die Datei " HS Updater v1.0.0 for Visor and Visor Deluxe" in der zum Download abgebotenen Form jetzt auch den 3., f├╝r VFS-Support notwendigen, Patch enth├Ąlt (was die Benennung der Datei leider nicht eben nahelegt).

Wenn der Patch installiert ist, wird im Info-Bildschirm (Application Launcher, Menu->Info, dann Version antippen) System Palm OSTM v. 3.1H3 angezeigt.


Bleibt zum Schluss nur noch die Suche nach den passenden Applikationen, die den jetzt in H├╝lle und F├╝lle verf├╝gbaren Speicher auch nutzen.

Als erstes ist nat├╝rlich ein sogenannter VFS-Helper notwendig, der den Zugriff auf den CF-Speicher erlaubt.
In den Palm-Betriebssystemen ab V4.0 ist diese Unterst├╝tzung schon implementiert. Wer eine ├Ąltere Version des OS hat (ab Version OS3.1, darunter geht┬┤s meines Wissens nicht) muss so einen VFS-Helper erwerben (oder anderweitig besorgen).
Bei den ├Ąlteren Visors mit OS kleiner als 3.5  muss unbedingt das Update Modul 3 eingespielt werden.

Dann ben├Âtigt man einen Filemanager (ist in rudiment├Ąrer Form als FAFileMover Teil des Programmpaketes von Kopsis, einen gr├Â├čeren Funktionsumfang hat Filez von nosleep software) und einen Applikation-Launcher (hier habe ich Launcher III von Benc Software Production und MegaLauncher von MegaSoft ausprobiert) die jeweils mit VFS umgehen k├Ânnen.
Zuletzt werden immer mehr Palm-Programme auf VFS-Unterst├╝tzung getrimmt. So lieferte Kopsis zum Beispiel ein um VFS-Support erweitertes CSpotRun von Bill Clagett mit, das es erlaubt, Texte direkt von der Erweiterungskarte anzuzeigen, ohne sie vorher ins RAM des Handheld kopieren zu m├╝ssen.


Nachtrag 05/2009
Kopsis hat sich offenbar endg├╝ltig vom (Handheld-) Markt zur├╝ck gezogen, ich habe den Link deshalb entfernt.

Auch der direkte Link auf die Palm-Homepage f├╝hrt nicht mehr zum Ziel. Am Einfachsten verwendet man die Suchfunktion auf deren Seite. Einfach den Dateinamen (siehe oben) als Suchbegriff eingeben...

Nachtrag 06/2011
Die meisten oben genannten Links sind leider mittler Weile, ├╝ber 10 Jahre nach Erstellung dieser Seite meiner Homepage, nicht mehr g├╝ltig. Deshalb habe ich die Links deaktiviert und einfach unterstrichen dargestellt. Der geneigte Suchende hat damit selbst die M├Âglichkeit, im Netz nach den angegebenen Dateien oder Herstellern zu suchen.


Noch ein weiterer wichtiger Hinweis

Ich kann nat├╝rlich keine Garantie f├╝r die Funktion der Schaltung und der Platinen ├╝bernehmen und der Einbau in den Visor erfolgt auf eigene Gefahr.


Nachtrag

Nach einigen Tagen im Einsatz (bzw. im Visor eingebaut) muss ich leider feststellen, dass sich die durchschnittliche Akkulaufzeit drastisch reduziert hat. Mit der 64 MB CF-Card von Toshiba verringert sich die Laufzeit von 15 bis 19 Tagen auf 10 bis 11 Tage.

Mit FAUtil (von Kopsis) l├Ąsst sich die CF-Card entweder auf minimalen Stromverbrauch oder auf maximale Zugriffsgeschwindigkeit einstellen. Ich habe meine Karte auf minimalen Stromverbrauch eingestellt.
Da ich allerdings mit VFSmark (ebenfalls von Kopsis) keinen nennenswerten Geschwindigkeitsunterschied zwischen den beiden Einstellungen nachweisen konnte (und da sich der Wert “Power” im Logfile von FAUtil bei der Umstellung nicht ├Ąndert) bin ich unsicher, ob dieses Feature von FAUtil (oder den CF-Cards von Toshiba) richtig funktioniert.

Da ich inzwischen mehrere unterschiedliche CF-Cards in H├Ąnden hatte, von denen eine sogar Speicherverlust beim Visor verursacht hat, habe ich eine Messreihe durchgef├╝hrt um den Stromverbrauch der verschiedenen Karten zu ermitteln. Das Ergebnis habe ich in einer Tabelle zusammengestellt.

 


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