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Eisenbahn TT

Die Digitalisierung meiner TT-Eisenbahn steht immer noch aus, in 2004 habe ich angefangen, Komponenten der englischsprachigen MERG-Gruppe auf Bauteile umzustellen, die hier in Deutschland leicht zu bekommen sind. Einen Accessory-Decoder, einen Controller und einen Booster habe ich damals aufgebaut, dann aber wegen anderer Projekte das Interesse daran verloren.


Nach ewiger Abstinenz meinerseits war Junior damals f├╝r ÔÇ×gro├č genug“ befunden worden, Papas alte ROKAL Eisenbahn aufgebaut zu w├╝rdigen (statt sie kaputt zu machen ;-) 
Folglich wurde im Familienrat beschlossen, zu Weihnachten 2004 die Eisenbahn aufzubauen.

Dieser Entschluss wurde umgesetzt, das alte Layout aus meinen Jugendtagen wurde auf einer Tischlerplatte der Gr├Â├če 2,40 x 1,25 m aufgebaut und provisorisch in Betrieb genommen. Einzelheiten dazu findet ihr unten unter “Mechanik”.

Meine Idee, die alten ROKAL Loks zu digitalisieren wurde 2005 teilweise umgesetzt (eine BTTB E-Lok bekam einen DCX75 Decoder verpasst, den ich ziemlich zeitnah durch einen Kurzschluss in die ewigen Jagdgr├╝nde geschickt habe, ein Schienenbus VT98 bekam einen Uhlenbrock 73405 implantiert - der funktioniert noch ;-), allerdings bin ich auf ~20 % des Weges abgelenkt worden und die n├Ąchsten 14 Jahre war Ruhe.

Inzwischen schreiben wir das Jahr 2019 und mit DCC++ bieten sich M├Âglichkeiten, die mich bewogen haben, mich wieder um meine ROKAL Bahn zu bem├╝hen.


Hier geht’s weiter im Jahr 2004...

Mechanik

Wir dachten, die alten Schienen seien noch gut genug und haben als Erstes mal eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Schienen gemacht, um einen Startpunkt zu haben. Nach dieser nicht ganz leichten Aufgabe, immerhin hatten wir 3 verschiedene Typen von Gleisen (ÔÇ×uralt“, die original Rokal Pappschwellengleise mit Hohlprofilschienen, dann ÔÇ×alt“, diesmal schon mit Kunststoffschwellen und ebenfalls Hohlprofil und zu guter Letzt einige Gleise und eine Weiche ÔÇ×damals neu“, das was heute bei Tillig ÔÇ×Modellgleis“ genannt wird, die Schienen als T-Profil in Neusilber), und nat├╝rlich verschiedenste Radien der Kurvenst├╝cke und L├Ąngen der Geraden, ging es ans Designen.

Im Netz haben wir nach einer Gleisplan-Software gesucht und mit ÔÇ×Railroad Professional“ ein sch├Ânes St├╝ck Software gefunden, f├╝r das Peter Spannekrebs schon das Tillig-Gleisprogramm erstellt hatte, das in der Standardversion die zu unseren Rokal-Gleisen passenden Abmessungen hat.

Aus dem Kopf habe ich mein damaliges Layout nachempfunden, weil ich wusste, dass daf├╝r die vorhandenen Gleise ausreichen.

Nachdem wir mit dem ortsans├Ąssigen Spielwarenh├Ąndler gekl├Ąrt hatten, dass er uns alles aus dem Programm von Tillig bestellen kann, aber nichts davon auf Lager nehmen wird, ging es in die erste Erweiterungsrunde, denn Kai war der Meinung, die zweieinhalb Kreise plus ein Abstellgleis seien zu wenig spiellastig. Er will rangieren und so...

Also wurde das einzelne, fr├╝here Abstellgleis zu einer Gleisharfe hinter dem geplanten Bahnhof erweitert. Da wir, wie mit unserem H├Ąndler verabredet, von jedem Gleistyp eine Verpackungseinheit abnehmen mussten, waren nat├╝rlich einige Schienen ├╝brig, die dazu verwendet wurden, allzu arg in Mitleidenschaft gezogene ÔÇ×Altgleise“ zu ersetzen. Das waren im Wesentlichen die mit Plastikschwellen ausgestatteten Rokal-Gleise, denn die hatten offenbar die finale Demontage vor einigen Jahrzehnten nicht allzu gut ├╝berstanden. Hier waren Schwellen ausgebrochen und Hohlprofile eingedr├╝ckt.

Im n├Ąchsten Bild ist der momentane und wahrscheinlich vorerst mal endg├╝ltige Ausbaugrad der Anlage zu sehen, inklusive aller weiter unten beschriebenen Erweiterungen.

Mit den Abmessungen aus dem Gleisplanprogramm konnten wir die Plattengr├Â├če festlegen: 240 x 125 cm, ausgef├╝hrt als Tischlerplatte mit Rahmen drunter f├╝r die Stabilit├Ąt, wurde die Konstruktion so ausgelegt, dass die Platte mittels Drahtseilen und Handkurbel unter die Decke gezogen werden kann, damit das darunter stehende G├Ąstebett seiner Aufgabe zugef├╝hrt werden kann. Die f├╝r die Hebemechanik erforderlichen Eisenwaren wogen Tonnen und kosteten ein Verm├Âgen, aber alleine schon diese Vorbereitungen machten uns ein kleines bisschen Stolz :-)
Die Breite der Platte h├Ątte ich gerne ein kleines bisschen gr├Â├čer gew├Ąhlt, aber 125 cm war das Maximum f├╝r Tischlerplatten am St├╝ck, also mussten wir uns damit zufrieden geben. Das Weichenstellpult muss damit auf eine eigene Konstruktion ausweichen, aber dazu sp├Ąter mehr.

Jetzt war das erste Mal so etwas wie Fahrbetrieb m├Âglich und es zeigte sich, dass die Loks und Wagen dringend einer ├ťberholung bedurften. Die Motoren liefen, wenn ├╝berhaupt, nur unter erheblicher Stromaufnahme und allzu schnell auch nicht. Also wurden alle Loks nacheinander demontiert, gereinigt, geschmiert und wieder zusammen gebaut. Einige der Motoren hatten auch neue Kohlen n├Âtig. Die von Tillig verkauften Rundkohlen passten hier. Einige der Wagen quietschten beim Fahren erb├Ąrmlich, hier durfte jeweils ein Tr├Âpfchen ├ľl in den Radlagern das Seine tun. Bei der Gelegenheit wurden alle Fahrzeuge mit einem feinen Borstenpinsel vom Staub der Jahrhunderte befreit, was den Teilen ein geradezu frisches Aussehen verlieh :-)

Um den vorhandenen Maschinenpark etwas aufzur├╝sten, haben wir ein nicht ganz unbekanntes Internet-Auktionshaus bem├╝ht und 3 Loks und etliche Wagen erstanden. Hier waren sehr viele Kupplungen zu ersetzen und der eine oder andere Puffer hatte ebenfalls das Zeitliche gesegnet.

Da die Puffer nirgends zu kaufen waren (zumindest hatte ich zu dem Zeitpunkt keine Quelle entdeckt), habe ich mal den Fundus durchw├╝hlt und einen Ersatz gefunden, der meine Bed├╝rfnisse zu erf├╝llen in der Lage war. (Nietenz├Ąhler bitte kurz wegh├Âren ;-)
Ich verwendete 2 x 8 mm Senkkopf Feingewindeschrauben, die den richtigen Durchmesser haben und sich in die vorhandenen Aufnahmel├Âcher der Puffer eindrehen lie├čen. Ein kleiner Tropfen Kunststoffkleber auf das Gewinde und schon sind die Dinger fest. Zum Schluss wurde das Ergebnis noch mit etwas schwarzer Farbe verfeinert und fertig war die Laube. Auf der Strecke sieht man keinen Unterschied zu den Originalen, versprochen ;-)

Im gleichen Zug wurden einige gebrochene Stellen in verschiedenen Fahrgestellen geklebt... ersteigerte Fahrzeuge sind halt nicht neu, wobei es da durchaus feine Unterschiede gibt.

Die maroden Kupplungen wurden an nahezu allen ÔÇ×neuen“ Wagen und Loks ersetzt, denn so ziemlich jede Kupplung war entweder unvollst├Ąndig oder verbogen. Leider sind die Kupplungen der original Rokal-Fahrzeuge und der neueren BTTB- bzw. Tillig- Modelle nicht kompatibel, so dass hier im Betrieb nicht gemischt werden kann. Es ist aber durchaus vorstellbar, einen oder auch mehrere Wagen so umzur├╝sten, dass je eine Rokal- und eine Standard-Kupplung vorhanden ist, womit dann auch Mischbetrieb der Wagen m├Âglich w├Ąre. Mal sehen...

Das ├╝ber den Zustand der ersteigerten Fahrzeuge Gesagte gilt nat├╝rlich auch f├╝r das eine oder andere Fahrzeug aus der eigenen Sammlung. So befindet sich eine gr├╝ne BR 89005 aus der ÔÇ×Boy“ Starterpackung in meinem Besitz, deren Geh├Ąuse noch ganz manierlich aussieht, der aber die mittlere Achse mitsamt Zahnr├Ądern und Schubstangen fehlte. Meine Versuche, eine alte BR89 als Ersatzteillager im Lieblingskaufhaus zu ersteigern, scheiterten an den H├Âchstbetr├Ągen, die ich bereit war auszugeben. Erst als ich mein Problem im TT-Forum, einem regen Diskussionsforum deutscher 1:120 -Modelleisenbahner, formulierte, wurde mir schnell und unkompliziert geholfen. Meine gr├╝ne BR89005 sieht jetzt fast wie neu aus und schnurrt wieder dreiachsig dahin. Danke J├╝rgen!

Beim Thema Ersatzteile f├╝r Rokal-Fahrzeuge muss ich unbedingt auf die Arbeiten von Manfred Heiss hinweisen. Er fertigt Wei├čmetallabg├╝sse von h├Ąufig fehlenden oder abgebrochenen Teilen von Rokal-Fahrzeugen an. So konnte ich z.B. unseren Krupp Ardelt-Kran wieder komplettieren, sowie die fehlenden Windleitbleche einer BR24 ersetzen. Die Isolatoren der AEG-Trafos sind jetzt ebenfalls wieder vollst├Ąndig vorhanden.

Die Beste aller Ehefrauen hat dann in die Gleisplanung ebenfalls eingegriffen und den vorhandenen Lokschuppen platziert. An der einzig in Frage kommenden Stelle war nat├╝rlich kein Platz f├╝r eine weitere normale Weiche, es musste also eine Bogenweiche besorgt werden. Wieder waren wir per Auktion erfolgreich und konnten auch diese Aufgabe meistern.

Schienentechnisch waren wir zu diesem Zeitpunkt schon fast komplett auf das neue Tillig Standardgleis umgestiegen, weil nach und nach immer mehr der alten Gleise als doch zu schlecht im Vergleich zu den neuen Tilligs erkannt wurden. Was am kompletten Umbau fehlte, waren 6 Weichen und 4 Kreuzungen, die noch aus Rokal-Best├Ąnden kamen und gerade die Kreuzungen machten uns Sorgen, denn hier blieben die Loks (sowohl BTTB als auch Rokal) sehr h├Ąufig auf Grund schlechten Kontakts stehen.

Ich hatte schon mehrfach im Netz den Hinweis vernommen, dass Rokal-Fahrzeuge und BTTB-Schienen nicht harmonieren, was auch f├╝r die gegenteilige Paarung zutreffen sollte . Zu gro├če Radkr├Ąnze waren im Gespr├Ąch als Ursache daf├╝r. Da aber unsere ersteigerten BTTB-Fahrzeuge auf Rokal-Schienen ohne Probleme liefen und auch unsere Rokal -Fahrzeuge prima ├╝ber die neu erstandenen Tillig-Gleise und -Weichen fuhren, habe ich mich getraut und auch noch die letzten Rokal-Gleise durch Tillig-Material ersetzt.

Jetzt stie├č ich aber tats├Ąchlich auf die erw├Ąhnten Inkompatibilit├Ąten: Meine Rokal-Loks fahren nicht ├╝ber Tillig- oder BTTB-Kreuzungen :-(
Es tat Schl├Ąge, als w├Ąre das Fahrzeug gegen eine Wand gefahren, die Loks sprangen allesamt aus der Schiene.

Eine eingehende Analyse des Effektes ergab, dass nicht der Radkranz zu gro├č, sondern der lichte Abstand zwischen den beiden Randkr├Ąnzen zu gering ist. Das hatte ich wohl falsch verstanden. Die rautenf├Ârmige Radkranzf├╝hrung in der Mitte der Kreuzung (das Herzst├╝ck) war zu breit.

Herzst├╝ck der Original BTTB-Kreuzung ist zu breit f├╝r Rokal-Fahrzeuge

Ein paar Messungen mit der Schieblehre sp├Ąter war klar, dass durch Verschm├Ąlern der W├Ąnde der Radkranzf├╝hrung Besserung zu erreichen sein m├╝sste. Ich habe dazu mit der Fr├Ąse die Wandst├Ąrke der Radkranzf├╝hrungen etwa halbiert. Im Bild unten sieht man sch├Ân die Fr├Ąserbahnen.

jetzt passt BTTB auch f├╝r Rokal-Loks

Die gemeinhin vorgeschlagene Alternative, alle Radkr├Ąnze aller Fahrzeuge abzudrehen, kam f├╝r mich nicht in Frage und ist mit der von mir durchgef├╝hrten, und wie ich meine, recht ├╝bersichtlichen ├änderung hinf├Ąllig.

Jetzt passten die BTTB-Kreuzungen auch f├╝r die Rokal-Fahrzeuge und, was ich kaum zu hoffen wagte, auch die BTTB-Fahrzeuge nahmen den Umbau nicht ├╝bel.

Nachtrag
Bei einer neu erworbenen BR03 (ein Traum meiner Kindheit wurde wahr :-) zeigte sich leider, dass bei den Kreuzungen und sogar bei den Weichen doch noch Plan B in Kraft treten muss. Die Radlauffl├Ąchen der BR03 von Rokal sind n├Ąmlich auf Grund der L├Ąnge der Lok und den doch recht kleinen Radien der Schienen unterschiedlich breit ausgef├╝hrt, weshalb offenbar auch der Abstand der Radkr├Ąnze geringer ist. Auf jeden Fall h├╝pft die BR03 immer noch aus den modifizierten Kreuzungen und auch an den neuen Tillig-Weichen bleibt sie h├Ąngen.

Um einen Eindruck der Problematik zu vermitteln habe ich mal ein paar Fotos von den unterschiedlichen Radgeometrieen gemacht:

Unteransichten von BR03, BR24 und BR86 (von oben nach unten)Unteransicht BR03Unteransicht BR24Unteransicht BR86           (Mit Click auf die Loks werden Detailaufnahmen ge├Âffnet).

Von oben nach unten sind hier die BR03, die BR24 und die BR86 abgebildet.
Bei der BR03 ist der minimale Abstand zwischen den Radkr├Ąnzen 8,4 mm, bei der BR24 sind es immerhin schon 9 mm, bei der BR86 sind es 10 mm. Vor allem in den Vergr├Â├čerungen (Click auf┬┤s Bild) ist sehr sch├Ân zu sehen, dass die Radkr├Ąnze der modernen BR86 von Zeuke sehr schmal sind, was Platz f├╝r den gro├čen Abstand zwischen den R├Ądern l├Ąsst, wohingegen die Radkr├Ąnze der ersten und letzten Antriebsachse der BR03 richtig bullig wirken. Eine leichte Verdickung gegen├╝ber der mittleren Antriebsachse ist auch bei der BR24 zu sehen, aber bei weitem nicht so ausgepr├Ągt wie bei der BR03.

Plan B sieht vor, das Herzst├╝ck der Kreuzungen mit klarem Zweikomponentenkleber auszuf├╝llen und die bisher ├╝brig gebliebenen R├Ąnder total abzufr├Ąsen um das Herzst├╝ck noch weiter zu verschm├Ąlern.

Bei den Weichen stelle ich mir einen ├Ąhnlichen Eingriff vor, ohne mir allerdings bisher genauer angesehen zu haben, wie sich das realisieren l├Ąsst. Auf jeden Fall sollte es eine einfach durchzuf├╝hrende ├änderung sein, denn Weichen sind in der Anlage deutlich h├Ąufiger verbaut als Kreuzungen ;-)
Ich werde berichten.


Elektrik

Parallel zu den beschriebenen Aktivit├Ąten habe ich mich in Sachen ÔÇ×Digitalisierung“ schlau gemacht.

Nach einigen kleinen Um- (bzw. Irr)-wegen ├╝ber M├Ąrklin/Motorola-Seiten habe ich von einem Netzbekannten den Tipp bekommen, f├╝r meine Rokal-Gleichstrombahn doch lieber DCC-kompatible Systeme zu erforschen.

Auch hier wurde ich schnell und umfangreich f├╝ndig. Als absoluter Neuling in diesen Dingen bin ich nat├╝rlich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus gekommen. Selbst f├╝r N - und Z-Bahnen k├Ânnen inzwischen Dekoder gebaut oder gekauft werden, meine TT-Loks sollten also problemlos ebenfalls mit Lokdekodern ausr├╝stbar sein.

Nach Studium von vielen Seiten im Netz zum Thema “Eisenbahn digital” habe ich gelernt, dass neben einem ÔÇ×Controller“ ein ÔÇ×Booster“, ein oder mehrere Steuerger├Ąte sowie in jedem zu steuernden Fahrzeug ein Dekoder notwendig ist, um eine Anlage zu digitalisieren. Nicht vergessen werden darf die M├Âglichkeit, auch Weichen und Signale oder auch Beleuchtungen auf der Anlage ebenfalls digital zu steuern. Es m├╝ssen also auch Weichendekoder und Signaldekoder vorgesehen werden.

Der Controller wertet dabei die mit den Steuerger├Ąten festgelegten Werte (Adresse der Lok, deren Geschwindigkeit, deren Fahrtrichtung, Zusatzfunktionen wie Licht und Hupe) aus und erzeugt daraus die NMRA-kompatiblen (National Model Railroad Association) DCC-Signale, die der Booster entsprechend verst├Ąrkt auf die Schienen weiter gibt. Die Energie f├╝r die Loks (und ggf. f├╝r die Wagenbeleuchtung) wird dabei genauso vom Booster bereit gestellt, wie die Informationen ├╝ber die Fahrzust├Ąnde der einzelnen Fahrzeuge (also z.B. die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung einer Lok).

Zus├Ątzlich ist noch eine M├Âglichkeit vorzusehen, um die Lok- und Zubeh├Ârdekoder zu programmieren. Bei den Lokdekodern k├Ânnen hier z.B. je nach Typ Informationen ├╝ber die Mindest- und H├Âchstgeschwindigkeit der Lok, deren Beschleunigungs- und/oder Abbremskurve und nat├╝rlich die Lokadresse hinterlegt werden.

Da ich eine Selbstbaul├Âsung bevorzuge (wie der geneigte Leser meiner Seiten sicher inzwischen bemerkt haben d├╝rfte :-), habe ich mich entschlossen, das System der englischen Modellbahner-Gruppe MERG als Grundlage zu verwenden. Hier wird ein komplett abgeschlossenes System mit allen notwendigen Unterlagen vorgestellt.

F├╝r den Anfang sollte es ein kombiniert aufgebautes Ger├Ąt mit Controller und Booster in Einem sein. Der BC1A von MERG bietet Anschlussm├Âglichkeit f├╝r bis zu acht Steuerger├Ąte , es k├Ânnen also maximal acht Fahrzeuge gleichzeitig auf der Anlage gesteuert werden.

Die Weichen und Signale werden von einem eigenen Controller ├╝ber einen getrennten DCC-Bus mit Informationen und ├╝ber eine eigene Stromversorgung mit Energie versorgt.

Ich verwende traditionell EAGLE als Layoutprogramm f├╝r meine Projekte, folglich musste ich das Design des BC1A wieder in Controller und Booster aufspalten (die Platine w├Ąre sonst zu gro├č f├╝r die Freeware-Version von Eagle geworden). Gleichzeitig habe ich die diskret aufgebauten Endstufen durch eine integrierte L├Âsung mit dem L298 ersetzt. Hierdurch wollte ich zum einen weniger L├Âtverbindungen auf der Platine haben, zum anderen hat der L298 eine integrierte ├ťberlastsicherung, was mir ebenfalls erstrebenswert erscheint.

Bei meinen Streifz├╝gen durch die DCC-Seiten dieser Welt bin ich auch auf reine Softwarel├Âsungen gesto├čen, bei denen kein expliziter Controller die Aufbereitung der Signale f├╝r den Booster ├╝bernimmt, sondern die Signalz├╝ge werden rein per Software im PC erzeugt, ├╝ber die serielle oder prallele Schnittstelle ausgegeben und vom angeschlossenen Booster nur noch verst├Ąrkt.

Da mir f├╝r die ferne Zukunft eine PC-gest├╝tzte ├ťberwachung der Anlage vorschwebt, habe ich den Boosterteil meines Projektes zus├Ątzlich mit einem alternativen Anschluss f├╝r die PC-Steuerung versehen.
Die R├╝ckmeldungen aus der Anlage, wo sich welcher Zug gerade befindet (Gleis-besetzt-Meldung), unumg├Ąnglich f├╝r einen automatisierten Ablauf per PC-Steuerung oder eine Rechner gest├╝tzte ├ťberwachung, ist eine andere Geschichte ├╝ber die auch berichtet werden soll... das kann aber noch eine Weile dauern ;-)

Im weiteren Fortschreiten der Arbeiten an unserer ROKAL Anlage werde ich hier in loser Folge berichten.
Zur Zeit liegen f├╝nf fertig ge├Ątzte aber noch ungebohrte Platinen auf meinem Schreibtisch und warten darauf, best├╝ckt und in Betrieb genommen zu werden. Wenn diese Schritte getan sind, werde ich an die Ver├Âffentlichung von Einzelheiten gehen. Bis dahin bitte ich um Geduld ;-)

Update
Der Accessory Encoder ist fertig best├╝ckt, funktioniert aber noch nicht, weil der PIC noch unprogrammiert ist.

Ich forsche gerade nach M├Âglichkeiten, die Programmiersoftware f├╝r meinen Topic2icsp unter Win XP lauff├Ąhig zu bekommen. Die Weicheil├Âsung (das Uralt-Notebook mit Win 95 verwenden) kommt vorerst mal nur als letzter Ausweg in Frage ;-) Ergebnisse hier.


Die Schaltbilder und Layouts der einzelnen DCC-Bausteine (Handregler, Controller, Booster, Weichen- und Signal- (Accessory) Dekoder, ...) werden dann online gestellt und beschrieben.

Mein Ziel ist es, die MERG L├Âsung f├╝r deutsche Nachbauer durch Umarbeitung auf hier in Deutschland (einfach) erh├Ąltliche Bauteile attraktiv zu machen.

 


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